Als vor vier Jahren der Ukrainekrieg ausbrach, war das auch für die deutsche Energiewirtschaft eine Zäsur. Langjährige Gewissheiten und vertraute Beschaffungsstrukturen gerieten binnen weniger Wochen ins Wanken. Der durch Putins Angriffskrieg hervorgerufene Epochenbruch markierte in der Folgezeit eine hohe Marktvolatilität und extreme Preisspitzen, die gerade auch kleine und mittelgroße Stadtwerke vor ungeahnte Herausforderungen stellten. Ein gewaltiger Kraftakt und Stresstest für alle Beteiligten. Nur durch kluges wirtschaftliches Handeln gelang es der Branche, wieder zu Atem zu kommen. Eine Frage tritt dabei immer mehr in den Mittelpunkt: Wie können wir uns wieder auf unsere eigentlichen Stärken (Netz und Vertrieb) fokussieren und gleichzeitig erfolgreich mit den marktimmanenten Risiken umgehen?
Energiebeschaffung und Energiehandel bleiben ein empfindlicher Seismograf geopolitischer Umbrüche. Selbst kleine und mittlere EVU waren in den letzten vier Jahren gezwungen, erfolgreich an der Börse zu performen. Das kann gutgehen, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Um dennoch Marktrisiken erfolgreich zu steuern, bedarf es eines neuen Selbst- und Risikoverständnisses: Weg vom teilweise nur unzureichend abgesicherten “Jonglieren mit dem Risiko”, hin zu einer Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen Netz und Vertrieb und einer bewussten Risikosteuerung. Angesichts der konstant hohen Marktdynamik wird ein risikoadjustiertes Portfolio- und Beschaffungsmanagement immer mehr zu einem strategischen Erfolgsfaktor.
Risikoadjustierte Steuerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Im Mittelpunkt steht dabei eine Frage: Wie können wir uns organisatorisch und ablauforganisatorisch aufstellen, um Risiken zu meistern? Das erfordert strategische Weitsicht und Transparenz der internen Aufbau- und Ablauforganisation. Es ist auch ein Paradigmenwechsel: Weg von der technologisch getriebenen, auf Schnelligkeit ausgerichteten Perspektive eines Handelshauses, hin zu einer nachhaltigen, risikoadjustierten Steuerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Hier muss einfach alles passen: Management, Prozesse, Verantwortlichkeiten und die menschlichen Ressourcen.
In den letzten Jahren sind die Anforderungen an ein strukturiertes Beschaffungs- und Portfoliomanagement erheblich gestiegen. Für Stadtwerke rückt damit immer mehr ein professionell aufgesetztes, risikoadjustiertes Steuerungsmodell in den Mittelpunkt. Ziel dessen ist nicht mehr nur eine kurzfristige Preisoptimierung, sondern ein robust austariertes Verhältnis von Risiko, Flexibilität und Ertrag.
Branchenerfahrene Beratungsgesellschaften wie die emb sind wichtige Sparringspartner bei dieser Standortbestimmung und bringen eine wertvolle unabhängige Perspektive hinein. Für ein risikoadjustierten Vorgehen klären wir gemeinsam u. a.: Was ist beherrschbar? Wo sind die neuralgischen Punkte? Welche Aspekte sind sicher steuerbar, und wann sollten wir den Fokus eher wieder auf die eigentlichen Kernkompetenzen richten?
Mit einem neuen Selbstverständnis Marktrisiken aktiv steuern
Um den Spagat aus Leistungsfähigkeit, Kundenorientierung und Flexibilität zu meistern, müssen EVU heute ihre Marktrisiken ganzheitlich und vorausschauend steuern. Vielfach erfordert das ein neues organisatorisches, aber auch unternehmenskulturelles Selbstverständnis.
Die emb unterstützt kleine und mittlere Stadtwerke sowie kommunale Energieversorger dabei, wettbewerbsrelevante Bereiche wie das Berichtswesen, Risiko- und Portfoliomanagement gezielt weiterzuentwickeln und neue Wachstumschancen zu identifizieren. Als Partner auf Augenhöhe fokussieren wir uns in diesem Zusammenhang auf eine ehrliche Positionsbestimmung und das Entdecken konkreten Verbesserungspotentials entlang der gesamten organisatorischen und ablauforganisatorischen Wertschöpfungskette.
Management Reporting als Herzstück des Beschaffungscontrollings
Kernprozess des Beschaffungscontrollings und damit zentraler Hebel für ein risikoadjustiertes Vorgehen ist ein leistungsstarkes strategisches Management Reporting. Es liefert ein konsistentes 360-Grad-Bild von Energiebedarf, Beschaffungsprozessen, Markt- und Preisentwicklungen sowie bestehenden und zukünftigen Risikoexposures. Ein automatisiertes Berichtswesen bietet ein Plus an Transparenz und schafft die Voraussetzungen dafür, sich schnell und flexibel neuen Marktbedingungen anzupassen.
Ganzheitliches Vorgehensmodell der emb
Im Zentrum einer zukunftsfähigen Wachstumsstrategie steht ein systematisches Portfolio- und Beschaffungsmanagement. Die emb hat hierfür ein ganzheitliches Vorgehensmodell entwickelt und leitet im konkreten Einzelfall praxisbewährte Handlungsempfehlungen ab. Es gibt u. a. wertvolle Impulse für eine mögliche Anpassung der IT-Systeme, den Aufbau des Berichtswesens oder die konkrete Umsetzung einer erfolgreichen Beschaffung.
Vom Krisenmodus zur resilienten Risikosteuerung
Stadtwerke, die jetzt auf integrierte Steuerungsmodelle, eine hohe Datenqualität und risikoadjustierte Entscheidungsprozesse setzen, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und stabile Margen.
→ Geschäftsführer und Bereichsverantwortliche, die Beschaffung, Vertrieb und Risiko integrieren, datenbasierte Transparenz schaffen und ihre Governance schärfen, positionieren ihr Unternehmen resilient und zukunftsfähig im volatilen Energiemarkt.
Sie wollen mehr über unsere umfassende Erstanalyse und objektive Bestandsaufnahme erfahren? Wir haben Themenfelder für eine ganzheitliche Bewertung Ihres Status quo in Beschaffung, Vertrieb und Risikomanagement entwickelt. Gemeinsam identifizieren wir Optimierungspotentiale. Sprechen Sie uns an!
Ansprechpartner für Interessierte ist Martin Wurm.
>Lesen Sie auch unsere weiteren Veröffentlichungen im energie.blog!
Pressekontakt
Dr. Schäfer PR- und Strategieberatung
Dr. Anke Schäfer
Arno-Esch-Str. 1
18055 Rostock
Telefon: +49 381 666 58 58
E-Mail: info[at]dr-schaefer-pr.de
(Der Bericht ist auch erschienen im "energie.blog" am 03.03.2026)